Udo Kupsch

Geschichten dafür

Das Trappelfest der Schneeballtrolle

by rockrebell - Dezember 28th, 2009.
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Da drüben, etwas weiter, als Du gucken kannst – nein, weiter links! Da lebten die Schneeballtrolle. Sie waren viel kleiner als Du, und auch, wenn es Trolle waren, war dieses lustige Völkchen ein lachender Haufen witziger Gesellen.

Nun hiessen die Schneeballtrolle so, weil sie am liebsten mit Schneebällen werfen. Und da, wo sie lebten, gab es wirklich haufenweise Schnee. Und weil das so ist, weil da viel Schnee lag, wussten die Trolle auch ganz genau, wie gute Schneebälle gemacht werden. Sie kannten  bestimmt dreihundertvierundzwanzig Arten, einen Schneeball zu rollen, zu pressen, zu wickeln und zu stückeln und ich weiss nicht wie sonst noch.

Und jedes Jahr zum Trappelfest trafen sich alle Schneeballtrolle zu einer rieeeeeesengrossen tollen Schneeballschlacht, und das liess sich wirklich KEIN Troll entgehen. Da war siebenundzwanzigeinhalb Tage lang ein grosses Fest mit den köstlichsten Gefrorenheiten, die Du Dir vorstellen kannst. Gekocht wurde da nämlich nicht, denn die Trolle kannten zwar Feuer (warum, wenn Du Dich das fragst, erzähle ich Dir noch), aber das schmilzt Schnee, und das mochten die Trolle üüüüüüberhaupt nicht leiden. Und etwas Warmes zu essen, das kam ihnen seeeehr verdächtig vor. Also gab es wunderbare Eistorten, Eissuppen, Schneekuchen, Frostkekse und natürlich Eis in allen möglichen Farben und Geschmäckerchen und noch viel mehr, was ich garnicht alles aufzählen kann.

Das Trappelfest wurde im Razapplgebirge gefeiert, weil nur dort soviel Platz war, dass die vielen, unzähligen Schneeballtrolle Platz fanden, und noch soviel Platz übrig war, dass auch all die köstlichen Gefrorenheiten aufgetischt werden konnten, und natürlich war auch noch genug Platz für den Höhepunkt des Trappelfests – die Schneeballschlacht!

Und wenn Du jetzt denkst, dass es da Regeln oder gar Mannschaften gab, die gegeneinander antraten, dann hast Du Dich aber gaaaaanz schwer geirrt! Gewinner kannten die Schneeballtrolle nämlich nicht, weil gewinnen bedeutete, dass auch jemand verlieren musste. Und das war den Schneeballtrollen überhaupt nicht recht. Sie hatten nämlich so viel Achtung und Respekt voreinander, dass sie nieeeee zulassen würden, dass einer von ihnen verlor. Und es ging ja auch garnicht darum, die meisten, schönsten, besten Schneebälle am weitesten, am witzigsten oder am kompliziertesten oder am höchsten zu werfen oder die meisten Schneeballtrolle zu treffen. Nein nein – es ging ihnen einzig und allein um den Spass und das Erlebnis, einmal im Jahr mit wirklich allen Schneeballtrollen zusammen zu sein und siebenundzwanzigeinhalb Tage lang gaaaaaanz viel Spass miteinander zu haben und die leckersten, köstlichsten und schönsten Gefrorenheiten zu schlecken.

Kurzum, die Schneeballtrolle waren ein so lustiges Volk, dass schon ein einziger von ihnen genügte, um mehr Spass zu haben, als in ein Clownskostüm reinpasst. Und Du kannst Dir bestimmt vorstellen, wieviel Spass es gab, wenn all die unzähligen Schneeballtrolle zusammen waren. Das war einziges grosses Lachen und Scherzen und Knuffen und Stuppsen und vorallem Schneeballwerfen. Und wenn Du wissen willst, was die Schneeballtrolle nach dem Trappelfest machten, dann ist das ganz einfach: Sie machten einfach weiter, und hier und da gingen dann zwei oder auch acht oder fünfzehn nach Hause, um sich auf das nächste Trappelfest zu freuen und die Zeit mit Schneeballschlachten und ein paar leckeren Gefrorenheiten zu überbrücken.

Und wenn Du jetzt wissen willst, ob die Schneeballtrolle noch etwas anderes machten als Schneebälle werfen und Gefrorenheiten zu schlecken, dann musst Du wissen, dass die zweitliebste Beschäftigung der Schneeballtrolle die Musik war. Sie musizierten auf Glockenspielen aus Eiszapfen und auf Trommeln aus Eis, die mit verzauberten Fellen aus Schnee bespannt waren. Sie konnten nämlich nicht nur lachen und schlecken und toben und Schneebälle werfen, nein, sie konnten nämlich auch zaubern. Und ausserdem hatten sie wunderschöne und kunstvoll verzierte Eiskristallharfen, die mit Saiten aus gesponnener, eiskalter Luft bespannt waren, dazu langen und dicken Schneerohren, die einen dumpfen und geheimnissvollen Klang hervorbrachten.

Überhaupt waren die Schneeballtrolle sehr kunstfertig und hatten einen grossen Sinn für alles, was schön war. Die Häuser und Hütten, in denen sie lebten, waren aus glasklarem Eis gefroren und mit einer eishauchdünnen Schicht Schnee überzogen. Das hatte den Vorteil, dass sie jederzeit ein oder mehrere kleine oder grosse Fenster machen konnten, gerade da, wo es ihnen gefiel. Und wenn sie ein Fenster wieder zumachen wollten, dann hauchten sie sie einfach mit Schnee zu.

Kleidung oder Schuhe brauchten die Schneeballtrolle nicht. Es wuchs ihnen nämlich ein dichtes Fell aus langen Haaren, die sie stundenlang und mit grosser Kunstfertigkeit zu allerlei hübschen Ornamenten an ihrem Körper flochten, so dass jeder einzelne von ihnen äusserst wundervoll und höchst erstaunlich anzusehen war. Das war die drittliebste Beschäftigung der Schneeballtrolle, und wenn Du wissen willst, was ihre viertliebste Beschäftigung war, dann kann ich Dir sagen, dass das die Herstellung der köstlichsten Gefrorenheiten war, von denen ich Dir schon erzählt habe.

Dazu brauchten sie nichts weiter als Eis, Schnee und ein wenig eisklare Luft. Und wenn Du jetzt denkst, dass das doch alles gleich geschmeckt hat und nur anders ausgesehen hat, dann irrst Du Dich gaaaaaaaanz gewaltig!
Die Schneetrolle konnten nämlich aus diesen drei einfachen Zutaten soviele unterschiedliche Geschmacksrichtungen hinzaubern, dass Du es mir bestimmt nicht glauben wirst, wenn Du nicht selber mal davon genascht hast.

Wenn ich Dir das alles erzähle, dann musst Du auch wissen, dass die Tage und Nächte der Schneeballtrolle angefüllt waren mit wunderschöner Musik, denn mindestens vier fanden sich immer, um gemeinsam ein kleines oder auch grosses Lied anzustimmen und dazu auf ihren Instrumenten zu spielen. Und wenn die Schneeballtrolle Musik hörten, dann fingen sie auch gleich an zu tanzen. So war das mit denen, wenn sie irgendwo hin gehen wollten, dann gingen sie nicht, dann tanzten sie dorthin. Und wenn es wirklich mal garnichts zu Lachen gab, dann kitzelten sich die Schneeballtrolle gegenseitig so lange, bis alle, die in Hörweite waren, selber anfangen mussten zu lachen.

Das Leben der Schneeballtrolle war also gefüllt mit Spass, Freude, Liebe füreinander und Lachen und Tanzen und Kitzeln und was Dir sonst noch an lustigen und schönen Sachen einfällt.

In einem Jahr aber, da geschah etwas seltsames. Als die Schneeballtrolle nämlich in das Razapplgebirge zum Trappelfestplatz kamen, da staunten sie nicht schlecht. Anstatt Schnee fanden sie dort nämlich nichts als Felsen.

“Wie sollen wir Schneebälle machen?”, fragten sich einige.
“Wie sollen wir die köstlichen Gefrorenheiten frieren?”, fragten sich andere.
Und wieder andere versuchten, aus dem Gestein etwas wie Bälle zu formen. Das gelang nur wenigen Schneeballtrollen, und nur einer traute sich, damit zu werfen. Aber der, der getroffen wurde, fiel sofort hin, und auf seinem Kopf wuchs eine prächtige Beule.
“Nein, so geht das nicht!”, riefen sie alle, und zum ersten Mal, seit es Schneeballtrolle gab, waren sie überhaupt nicht froh. Ja, einige fingen sogar an, sich zu ärgern, und wieder andere weinten gar. Nein, so ging es wirklich nicht weiter.

“Was machen wir denn jetzt?”, fragte da einer der Schneeballtrolle in das Jammern, Murren und Weinen hinein. Aber keiner wusste darauf eine Antwort, und so setzten sie sich auf den nackten Fels und blickten traurig auf den Festplatz.
Nach einiger Zeit, es war wohl Mittag, stand einer auf und sagte: “Wir müssen herausfinden, wohin der Schnee verschwunden ist und warum.”
“Ja, aber wie wollen wir das anstellen?”, fragte da ein anderer.
Darauf wusste auch niemand eine Antwort, und so sassen sie alle traurig bis zum Abend herum.
Da hatte einer der Schneeballtrolle eine Idee: “Warum holen wir nicht einfach neuen Schnee? Schaut, um den Festplatz herum liegt genug davon!”
Das schien eine gute Idee zu sein, und auf einmal lachten sie alle wieder, liefen an den Rand des Festplatzes und sammelten soviel Schnee auf, wie sie konnten, und liefen wieder zurück. Aber als sie den Platz betraten, da staunten sie wieder nicht schlecht. Der Schnee in ihren Händen verschwand nämlich. Dafür waren die Schneeballtrolle auf einmal patschnass, und das kunstvoll geflochtene Fell wurde schwer vor lauter Wasser. Der Schnee war nämlich nicht einfach so verschwunden, er war geschmolzen. Da setzten sich die Schneeballtrolle wieder auf den Fels, und diesmal fingen sie alle an, zu weinen. Ihre Pelze wurde noch nasser, denn wenn so ein Schneeballtroll einmal anfängt zu weinen, dann fliessen ihm die Tränen wie zwei Bäche über das Gesicht.

So ging das die ganze Nacht, und keinem von ihnen wollte etwas einfallen. Am nächsten Morgen waren alle so erschöpft und mutlos, dass sie einfach einschliefen. Und da hatte der, der vorgeschlagen hatte, der Sache auf den Grund zu gehen, einen Traum…

Er träumte, dass aus einem der Berge ein Drache gekommen war. In seinem Traum fühlte er, wie die Berge erzitterten und schliesslich eine hohe Felswand einstürzte und eine grosse Höhle freilegte. Der Drache tappste etwas unbeholfen hinaus, und Dampf stieg auf, wenn atmete. Er schien zu frieren, denn er legte die Flügel eng um sich herum, und zitterte am ganzen Drachenleib.
Er lief hierhin und dorthin, wohl, um sich ein wenig aufzuwärmen, aber das schien nicht zu gelingen, und so ging der Drache zurück in die Höhle, aus der er gekommen war. Aber dort war es auch nicht wärmer.
Der Drache schien recht unglücklich zu sein, und auf einmal, und das erschreckte ihn wohl selber, musste er niesen. Das war ein Getöse, und aus seinem Mund kam ein riiiiesiger Flammenstrahl.
“Verflixt, jetzt habe ich mich tatsächlich erkältet”, donnerte der Drache, und sah nun wirklich sehr unglücklich aus.
Traurig machte er sich auf den Weg, um einen Ort zu finden, wo es wärmer war und er sich nicht erkälten würde.
Aber das Razapplgebirge war sehr gross, musst Du wissen, und nach vielen kalten Tagen kam der Drache zu eben jener grossen Ebene, auf der die Schneeballtrolle ihr Trappelfest feierten. Dem Drachen tränten schon die Augen, so erkältet war er, und ein gewaltiger Nieser und ein noch gewaltiger Flammenstoss kam aus seinem Mund, so dass der Schnee in weitem Umkreis einfach so wegschmolz.

Da hatte der Drache eine Idee. Er holte tieeeef, tieeeeeeeeef, gaaaaaaaanz tief Luft, und spie einen noch gewaltigeren Feuerstoss auf den schneebedeckten Boden, und der Boden wurde so warm, dass der Schnee auf einer noch grösseren Fläche schmolz und das Wasser innerhalb weniger Augenblicke verdampfte. Dem Drachen schien das zu gefallen, denn er lief ein Stückchen weiter, und das Schauspiel wiederholte sich. So ging das eine ganze Zeit, und schliesslich war der ganze Festplatz nicht mehr mit Schnee bedeckt.

Am Ende seines Traumes sah der Schneeballtroll, wie der Drache genau zur Mitte des Platzes ging und ein Loch grub, in das er sich bequem hineinlegen konnte. Er spuckte noch einmal einen mächtigen Flammenstoss, so dass die Steine um die Grube herum zu glühen begannen, legte sich hinein und bedeckte seinen Drachenkörper, so gut es ging, mit den glühenden Steinen. So schlief der Drache wieder ein…

Der Schneeballtroll wachte auf, rieb sich die Augen, und dachte bei sich: “Was hab ich da nur für einen komischen Traum gehabt?”.
Aber dann wurde er neugierig, ob das, was er geträumt hatte, nicht vielleicht der Grund für den verschwundenen Schnee sein könnte.

So stieg er über die anderen Schneeballtrolle hinweg und ging zur Mitte des Festplatzes. Und tatsächlich: Da war ein riesiger Steinhaufen aufgetürmt, an den er garnicht herangehen konnte, so heiss waren die Steine.
Nun musst Du wissen, dass die Schneeballtrolle keine Angst kennen, weil es einfach keine Gefahren gibt, die ihnen etwas anhaben könnten, und deshalb hatte der Schneeballtroll auch keine Angst, dass ihm etwas passieren könne.

Er ging so dicht wie er konnte an den Steinhaufen heran und rief: “HAAAAALLOOOOOOO!!!”
Unter dem Haufen konnte er jetzt etwas hören, so, als ob sich dort etwas bewegte. Also rief er nochmal, diesmal lauter: “HAAAAAAAAALLOOOOOOOOOOOOO!!!”
Durch sein Rufen waren jetzt auch einige andere Schneeballtrolle angelockt worden und fragten, was denn los sei. Schnell erklärte er ihnen, was er geträumt hatte, und deutete auf den Steinhaufen.
“Da drunter liegt er jetzt, und kuriert wohl seinen Schnupfen aus.”

Da riefen sie alle zusammen, und das war so richtig laut: “HAAAAAAAAAALLOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!”
Der Steinhaufen erzitterte, und einige Steine kullerten herab. Die Schneeballtrolle mussten schnell zur Seite springen, sonst wären die Steine auf sie gefallen. Dann erschien der Kopf des Drachen und blickte sich um. Er sah die vielen Schneeballtrolle und fragte: “He, Ihr da! Was weckt Ihr mich auf, ich habe Schnupfen und muss gesund werden!”
“Das sollst Du ja auch, aber Du hast Dir dafür unseren Festplatz ausgesucht, wo wir gerne siebenundzwanzigeinhalb Tage lang feiern wollen. Und Du hast den ganzen Schnee geschmolzen, und jetzt können wir keine Schneeballschlachten machen und keine köstlichen Gefrorenheiten.”
“Brrrr.”, machte der Drache, “Hört blooooss auf mit Schnee. Mir wird schon kalt, wenn ich nur daran denke. Aber ich wusste nicht, dass das hier ein Festplatz ist, entschuldigt bitte, wenn ich Euer Fest gestört habe. Kann ich etwas tun, damit Ihr doch noch feiern könnt?”
Da überlegten die Schneeballtrolle, aber es fiel ihnen nichts ein.
“Nein, da Du keine Kälte magst, wissen wir nicht, wie Du uns helfen könntest.”
Da wurde der Drache sehr traurig. “Das tut mir wirklich leid, ich würde das wirklich gerne wieder gut machen. Fällt Euch denn wirklich nichts ein?”
Der Schneeballtroll, der den Traum gehabt hatte, überlegte und sagte dann: “Nein, ich glaube, es gibt wirklich nichts, wie Du uns helfen kannst. Aber sag mal, Du hast doch Flügel. Kannst Du denn nicht irgendwo hin fliegen, wo es warm genug für Dich ist? Dann bräuchtest Du zumindest hier die Steine nicht so heiss zu machen, dass kein Schnee mehr liegen bleibt.”
“Hm, das kann ich wohl”, sagte der Drache. “Und ich glaube, ich bin auch kräftig genug, um soweit fliegen zu können. Wenn es hilft, dann werde ich mich sofort auf den Weg machen. Geht mal ein Stück zur Seite, damit ich die Steine von mir schütteln kann.”

Nachdem sich die Schneeballtrolle in eine sichere Entfernung zurückgezogen hatten, richtete sich der Drache auf und schüttelte die restlichen Steine von seinem Rücken. Er schlug ein paarmal mit seinen Flügeln, und der Wind, den er damit machte, pustete die Schneeballtrolle, die nah genug standen, einfach um. Da hatte einer der Trolle eine Idee.

“Sag mal, wieviel Wind kannst Du mit Deinen Flügeln eingentlich machen?”
“Oh, jeeeeeede Menge Wind”, sagte der Drache, “Ich kann sogar einen richtigen Sturmwind entfachen, wenn ich das will.”
“Könntest Du denn dann nicht auch einen SCHNEEsturm machen, und unseren Festplatz wieder mit Schnee bedecken?”
Der Drache überlegte eine kurze Weile. Dann sagte er: “Ja, ich denke, das kann ich.”
Da jubelten die Schneeballtrolle, und der Drache flog hoch hinauf zu den Bergspitzen und begann, mit seinen Flügeln einen kräftigen Schneesturm zu entfachen. Den Trollen pfiff der Wind nur so um die Nasen, und der Schnee kam an rieeeeeesigen Mengen herangeweht. Zuerst schmolz er noch, weil der Festplatz noch so warm war, aber dann blieb immer mehr Schnee liegen, und zuguter Letzt war auch die Mitte des Platzes, wo der Drache geschlafen hatte, mit eine hohen Schneeschicht bedeckt.
“HURRAAAAAAAAAAAAAAAA!”, riefen die Schneeballtrolle, und “DANKESCHÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖN!”
Auch der Drache freute sich, und landete noch einmal auf dem Festplatz.
“Ich freue mich, dass ich Euch doch noch helfen konnte, auch, wenn es ganz schön anstrengend war. Aber dafür ist mir schön warm geworden, und erkältet bin ich auch nicht mehr.”
Ein kleines bisschen traurig waren sie dann doch alle, als es hiess, sich zu verabschieden.
“Wenn Du willst, kannst Du uns ja gerne besuchen kommen!”, riefen die Schneeballtrolle dem Drachen hinterher, als er losflog.
“Ja, das will ich gerne tun, aber dann müsst Ihr mir einen Platz zeigen, wo ich den Schnee schmelzen und Steine zum glühen bringen kann.”
“GERNEEEE!”, riefen da die Schneeballtrolle, und winkten dem Drachen hinterher.

Dann feierten sie die restlichen sechsundzwanzigeinhalb Tage das schönste, lustigste und grösste Trappelfest, an das sie sich erinnern konnten, und als das vorbei war, da feierten sie nochmal dreiundzwanzigeinviertel Tage lang ein neues Fest, das sie das Drachensturmwindfest nannten, und bauten aus Schnee und Eis einen riesigen Drachen, mitten auf dem Festplatz.

Ob der Drache die Schneetrolle wirklich besucht hat, willst Du wissen? Oh ja, das hat er, sogar sehr oft. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die ich Dir ein anderes Mal erzähle…

 

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